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(Bonn, Hamburg, 22.05.2013) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert die betroffenen Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in Hamburg auf, einen drohenden Atomtransport von Belgien nach Brokdorf zu verhindern. „Der Schutz der Bevölkerung ist wichtiger als die wirtschaftlichen Interessen der Atomindustrie“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

 

Der BBU spricht sich mit Nachdruck gegen den Atomtransport vom belgischen Atomkomplex Dessel zum norddeutschen Atomkraftwerk (AKW) Brokdorf aus. Gleichzeitig ruft der BBU zu Protesten auf. „Der Transport enthält Plutonium und ist hochgefährlich. Er muss verhindert werden“, fordert das Hamburger BBU-Vorstandsmitglied Regina Ludewig.

 

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass noch in dieser Woche ein Autobahn-Transport mit insgesamt zwölf plutoniumhaltigen Mischoxid (MOX)-Brennelementen, die zusammen mehr als 200 kg Plutonium enthalten, von Dessel zum AKW Brokdorf rollen soll. Anti-Atomkraft-Initiativen in Nordrhein-Westfalen halten einen Transport durch NRW für realistisch. Die kürzeste Route würde von Belgien durch das Rheinland, sowie durch dicht besiedelte Gebiete wie das Ruhrgebiet und auch durch das Münsterland Richtung Hamburg und Brokdorf führen. Denkbar wäre allerdings auch eine Routenführung quer durch die Niederlande bis zum Autobahn-Grenzübergang Niederlande-Niedersachsen an der A 30 / Bad-Bentheim/Gildehaus, nur wenige Kilometer nördlich von Gronau (NRW). Auch diese Route würde im Verlauf der A 30 den Nordwesten von NRW tangieren.

 

Laut erteilter Genehmigung müssten die MOX-Brennelemente das AKW Brokdorf bis Freitag, 24. Mai, mit zwei LKWs erreichen. Ob die LKW im Konvoi oder getrennt fahren sollen, und wann die Abfahrt erfolgen soll, ist noch unbekannt. Falls die Transporte nicht politisch verhindert werden können, soll kurz vor und während des Transports durch Hamburg eine angemeldete Mahnwache auf dem Gehweg der Brücke der A7-Abfahrt Bahrenfeld (Osdorfer Weg, Von-Sauer-Straße) stattfinden. Auch der BBU ruft zur Teilnahme an der Aktion auf. Der BBU geht zudem davon aus, dass es auch an anderen Orten spontane Proteste geben wird, sobald die atomare Fracht Dessel verlässt und / oder unterwegs auf der Fahrtroute beobachtet wird.

 

Der BBU engagiert sich grundlegend für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und gegen Atomtransporte. Weitere Informationen über die Gefahren der Atomanlagen und Atomtransporte unter: www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de, www.urantransport.de, www.brokdorf-akut.de, www.ausgestrahlt.de

 

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